
Dafür stehe ich
Ich bin demokratischer Sozialist. Ich glaube an die Fähigkeit der ganz normalen Menschen eine gerechte Gesellschaft aufzubauen, in der das Wohl von Menschen und Umwelt im Mittelpunkt stehen. Der „Schrei der Armen und der Schrei der Erde“ (Leonardo Boff) treiben mich gleichermaßen an.
Für einen ökologischen Sozialismus
Der Kapitalismus kann Beeindruckendes leisten, er kann die Produktivität und den Reichtum Weniger ins Unermessliche steigern, immer mehr Waren mit weniger Mitteln erzeugen. Aber er bringt gleichzeitig enorme soziale Ungleichheit hervor, zerstört unsere Umwelt, nährt Rassismus und Antisemitismus und trägt den Krieg in sich, wie die Wolke den Regen (Leon Blum). Das können wir leider jeden Tag erleben. Darum möchte ich den Kapitalismus durch einen ökologischen Sozialismus ersetzen. Auch das unterscheidet mich von den Oberbürgermeisterkandidat*innen der SPD, Grünen und CDU.
Sozialismus ist wirkliche Demokratie
Sozialismus ist nichts anderes als die Ausweitung der Demokratie auf die Wirtschaft. Im demokratischen Sozialismus werden wir gemeinsam darüber entscheiden, was wir wie herstellen und verbrauchen wollen. Der kommende Sozialismus wird demokratisch und ökologisch sein, oder er wird nicht sein. Dafür brauchen wir die Klugheit, die Ideen und die Kreativität möglichst vieler Menschen. Demokratie ist deshalb nicht nur ein Ziel, sondern auch das wichtigste Mittel, um eine gerechtere und ökologisch nachhaltige Gesellschaft aufzubauen.
Auf die Menschen vertrauen
Ich glaube fest an eine Politik mit dem Blick von unten: Die alltäglichen Interessen und Anliegen der arbeitenden und erwerbslosen Menschen in den Mittelpunkt der Politik stellen und im Team mit denen arbeiten, die durch ihr Engagement unser Zusammenleben besser machen: z. B. in Vereinen, in der Gewerkschaft, in Betriebs- und Personalräten, in Initiativen der Geflüchtetensolidarität oder der Klimabewegung. Wirklicher Fortschritt wird meines Erachtens immer von unten gewonnen.
Der Sozialismus beginnt heute
Der Sozialismus beginnt nicht übermorgen, sondern heute. Kapitalismus ist eine Gesellschaft, in der die Profitwirtschaft alles bestimmt. Keime und Inselchen des Sozialismus können wir schon heute aufbauen, die das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellen. Ein Beispiel ein guter sozialer städtischer Wohnungsbau, der den Menschen dient. Den demokratischen Sozialismus werden wir nur gewinnen, wenn wir uns gemeinsam engagieren und mit denen anlegen, die wollen, dass alles so bleibt wie es ist.
Verbinden
Ich glaube, dass ich als Sozialist viele Gemeinsamkeiten habe mit Menschen, die ein anderes politisches Selbstverständnis haben. Zum Beispiel mit Christ*innen, Jüd*innen, Muslimen und Hindus, die aufgrund ihres Glaubens sich für Gerechtigkeit und Frieden engagieren, die die Umwelt schützen und Menschen über die Grenzen dieser Welt hinweg unterstützen. Für den demokratischen Sozialismus zu kämpfen heißt für mich: Mit allen zusammenarbeiten, die einen Schritt in dieselbe Richtung wollen, und ihnen die Hand zu reichen.
Antifaschismus
Rechte und faschistische Ideen und Bewegungen entstehen nicht zufällig, es ist der Kapitalismus selbst, der sie regelmäßig hervorbringt. Wer über den Kapitalismus nicht reden will, sollte vom Faschismus schweigen (Max Horkheimer). Ich bin überzeugter Antifaschist und vom Satz beseelt, dass wir alles tun müssen, damit sich Auschwitz nicht wiederholen kann. Wir müssen den neuen Faschist*innen darum entgegentreten – im Alltag und in wirksamen politischen Bündnissen. Das ist auch wichtig, um die Tür für den demokratischen Weg zum Sozialismus offenzuhalten. Dafür brauchen wir aber einen sozialen Antifaschismus, der den Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus mit dem Ringen für soziale Sicherheit und ein gutes Leben für alle verbindet.
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