Für Klimagerechtigkeit und eine echte Verkehrs- wende: Linke fordert deutlich mehr Einsatz für den Klimaschutz

In ihrem aktuellen „Klimabericht 2024“ gesteht die Stadtverwaltung der Stadt Göttingen ein, dass sie das Ziel einer weitgehenden Klimaneutralität bis 2030 nicht erreichen wird. Auch nahezu alle Teilziele werden klar verfehlt, beispielsweise beider Senkung der CO₂-Emissionen. Zwischen 2021 und 2024 gab es beim Ausbau lokaler Stromproduktion keinen Fortschritt.

Thomas Goes, Kreissprecher der Partei Die Linke in Göttingen/Osterode und Oberbürgermeisterkandidat konstatiert: „Bei der Reduktion von Treibhausgasen, beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und bei der Verkehrswende herrscht Stillstand auf ganzer Linie.“

Goes ergänzt: „Bei der Verkehrswende bremst Göttingen sich selbst aus und lässt einen der größten Hebel für echten Klimaschutz nahezu ungenutzt. DerRadentscheid wird kaum umgesetzt, der Busverkehr eher verschlechtert als ausgebaut, wichtige Verkehrsprojekte werden verzögert oder gestrichen.“

Die Linke sieht in den Ergebnissen des Klimaberichts der Stadt kein Zufallsereignis, sondern strukturelles Versagen: fehlender politischer Wille, mangelnde Umsetzungskraft und unzureichende Kommunikation.

Dabei zeigen andere Städte Goes zufolge, dass und wie es besser geht: „Metropolen wie Kopenhagen oder Barcelona beweisen, dass Klimaneutralität möglich ist – sozial gerecht, wirtschaftlich sinnvoll und mit einer hohen Lebensqualität für alle. Göttingen könnte längst weiter sein, würde man konsequent handeln.“

Dass die Stadt ihr Klimaziel 2030 nun möglicherweise aufgibt, bewertet die Linke äußerst kritisch. Thomas Goes: „Einfach ein neues Jahr aufzurufen, ohne ernsthafte Konsequenzen zu ziehen oder einen Maßnahmenplan vorzulegen, ist das falsche Signal.“ Stattdessen brauche es konkrete messbare Zwischenziele, offensive Investitionen, Unterstützung und transparente Angebote für private Haushalte und Unternehmen sowie eine deutliche Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit, damit Klimaschutzangebote sichtbar und verständlich werden.

„Göttingen kann und muss klimaneutral werden“, so Thomas Goes abschließend. „Wir brauchen endlich ernsthafte, sozial gerechte Klimapolitik, die den Namen verdient, statt weiteren Stillstand.“