Solidarität mit dem Buchladen Rote Straße!

Staatsminister Wolfram Weimer hat drei linke Buchhandlungen von der diesjährigen Preisliste des Deutschen Buchhandlungspreises gestrichen. Auch der  Buchladen Rote Straße in Göttingen ist betroffen.

Das ist ein klarer Eingriff in die Kunstfreiheit und ein absolutes Novum. Politische Einflussnahme soll durch unabhängige Juryverfahren bei der Förderung verhindert werden. Der Verweis auf Signale des Verfassungsschutzes als Grund für die Streichung von der Preisliste ist besonders problematisch, da solche Hinweise weder begründet werden müssen noch inhaltlich anfechtbar sind.

Thomas Goes, Kreissprecher der Partei Die Linke und OB-Kandidat dazu:

„Der Ausschluss der drei Buchläden ist ein weiterer Baustein im rechten Kulturkampf. Wir beobachten mit Sorge die zunehmenden Angriffe auf Kunstfreiheit, informationelle Selbstbestimmung und engagierte Zivilgesellschaft.
Der Buchladen Rote Straße leistet mit seinem Angebot, dazu gehören auch viele Lesungen, einen wichtigen Beitrag zu Meinungsvielfalt und Demokratiebildung in der Stadt.
Wir wehren uns daher gegen diesen politischen Eingriff und die Stigmatisierung linker Buchhandlungen und erwarten eine Korrektur dieser Entscheidung.“