Über mich

Man sollte niemals vergessen, wo man herkommt und für wessen Interessen es einzustehen gilt.

Ich wurde 1980 in Aurich, Ostfriesland, in eine Arbeiterfamilie geboren. Meine alleinerziehende Mutter hat hart gearbeitet, damit ich lange zur Schule gehen und studieren konnte. Das hat sie viele Überstunden und Wochenendschichten gekostet. Und mich geprägt.

Ich bin verheiratet und habe drei Kinder – vierzehn, fünf und drei Jahre alt. Da meine Frau und ich beide berufstätig sind, kenne ich die Herausforderung, eine Familie zu managen, Arbeit und Kinder unter einen Hut zu bekommen und noch ein bisschen Zeit für Hobbys und Partnerschaft zu haben.

Ich habe 18 Jahre in der Wissenschaft gearbeitet, davon zehn Jahre am Soziologischen Forschungsinstitut (SOFI) Göttingen. Themen wie Armut, Erwerbslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik und ihre Mit-Ursachen für das Erstarken von Faschismus sind mir deshalb vertraut. Seit 2025 bin ich Wissenschaftlicher Referent für Die Linke im Bundestag und zuständig für ökologische Themen, Landwirtschaft und Ernährung.

Ich engagiere mich schon seit Jahrzehnten politisch, angefangen in meiner Jugend mit Antifaschismus und der Anti-AKW-Bewegung. Ich glaube fest daran, dass echter Fortschritt immer erreicht werden kann, wenn sich viele Menschen engagieren und Druck machen. Fortschritt entsteht immer von unten. In knapp 30 Jahren politischen Engagements habe ich erfahren, wie man Veränderungen organisiert, wie man Menschen motiviert und zusammenbringt, wie man auch große Projekte umgesetzt bekommt.

Die meisten Dinge, die ich über Politik weiß, habe ich beim Fußball gelernt: Zusammenhalt und die Verpflichtung, wie man leidenschaftlich kämpft. Ich weiß nicht alles und ich kann auch nicht alles. Das ist nicht schlimm, weil ich ein Teamplayer bin.

Gute politische Führung, die ein Oberbürgermeister leisten muss, heißt für mich: Gleiche Augenhöhe, zuhören, von anderen lernen, sich mit kompetenten Menschen umgeben, Verantwortung übernehmen und delegieren, Brücken bauen und dafür sorgen, dass nicht nur geredet, sondern gemacht wird.

Und es heißt vor allem: Das Wissen und die Ideen all der Menschen nutzen, die sich in Göttingen engagieren.

Oft werde ich gefragt, warum ich mich politisch engagiere, weil ich doch einen Vollzeitjob und drei Kinder habe. Früher habe ich das aus Interesse und Verantwortungsgefühl gemacht, und auch, weil es mir Spaß machte. Heute engagiere ich mich vor allem, weil ich meinen Kindern eine Welt hinterlassen will, in der es sich zu leben lohnt: Eine Welt ohne Ausbeutung von Menschen, eine Welt ohne Rassismus, Antisemitismus und (das Krebsgeschwür des) Faschismus. Eine Gesellschaft, in der wir in Harmonie mit der Natur leben, anstatt unsere Umwelt und damit unsere Lebensgrundlage zu zerstören. Diese Welt ist möglich, wenn wir ein starkes Team aufbauen, das dafür sorgt. Dabei will ich mitmachen.

Diese Welt ist möglich, wenn wir ein starkes Team aufbauen, das dafür sorgt. Davon will ich teil sein!